Strommasten als Auslaufmodell

2010-12-03 20:00 von Berthold Scheuringer

Anfang Oktober erschien in der Neuen Zürcher Zeitung ein interessanter Artikel. Demzufolge kommen die Stromverteiler zunehmend unter Druck, Stromleitungen in den Boden zu verlegen. Bei einem konkreten Projekt in der Schweiz wurden weitaus geringere Mehrkosten für Erverkabelung  berechnnet als die Stromwirtschaft bisher angab.
 
Weniger Störanfälligkeit = höhere Wirtschaflichkeit
Der Duisburger Experte für Energietransport Professor Heinrich Brakelmann stellte auch klar fest, dass bei Erdverlegung die Übertragungsverluste und Störanfälligkeit viel kleiner sind. Auch Wind, Eis und umstürzende Bäume könnten dort den Leitungen nichts anhaben.
Auf lange Sicht verbessere das alles die Wirtschaftlichkeit von Kabelanlagen klar. Brakelmann zählt weitere Vorteile auf: Die Landschaft werde nicht durch hohe Masten verunstaltet, und das für Anwohner störende Rauschen und die elektrische Strahlung fielen weg.

Akzeptanz als Kostenfaktor

Weiters geht aus dem Artikel hervor dass kaum jemand bereit ist Überlandleitungen hinzunehmen wenn zugleich immer klarer wird, dass hinter den Bedenken der Stromversorger gegen Erdkabel kaum mehr als Gewinnmaximierung steckt. Jedoch auch in diesem Punkt rechnet Brakelmann vor, dass z.B. allein der Zeitverlust durch jahrelange Streitereien ein meist unterschlagener Kostenfaktor ist.

Der Trend in der Energieversorgung geht klar in Richtung Verkabelung
Als prominentes Beispiel wird Dänemark angeführt, wo bereits beschlossen wurde das alle (auch bestehende) Hochstromleitungen im unteren Spannungsbereich in die Erde verlegt werden müssen.

Bleibt nur noch eine Frage: wollen wir die kurzfristigen Gewinne weniger Aktionäre maximieren - oder erkennen wir die Zeichen der Zeit und entscheiden uns für eine nachhaltige Stromversorgung die sowohl Stromsicherheit als auch die Faktoren Mensch und Natur miteinbezieht ?

Ein Gutachten der TU Graz welches die Versorgungssicherheit durch 2x30KV Leitungen über Jahrzehnte klar bestätigt liegt nunmehr seit 2 Jahren vor.

Also liebe Verantwortliche: krempelt die Ärmel hoch und setzt um was besprochen wurde, dann ist das Thema Stromknappheit ein für alle mal begraben.


(dieser Beitrag wurde zu Teilen aus http://www.110kv-ade.at/blog/wir-lassen-nicht-zu-dass-unser-land-das-opfer-eines-auslaufmodells-wird  übernommen)

lesen Sie hier den gesamten Artikel

Zurück