Leserbrief OÖN (30-11-2010)

2010-12-05 21:52 von Berthold Scheuringer

Stellungnahme zur aktuellen Medienkampagne für eine Strom-Transitleitung

Entweder haben manche Interessensvertreter wirklich keine Ahnung, wovon sie reden, oder sie stellen sich einfach nur so…

So wird gegen die regionale Bevölkerung im nördlichen Innviertel eine penetrante und unrichtige Medienkampagne geführt. Es geht um die Stromversorgung im Raum Raab. Seit 1997 gibt es den Antrag der EAG auf eine 110-kV-Stromtransitschiene. Und seit damals tun vor allem auch einige Regionalpolitiker so, als bräuchte man für die Stromversorgung im Raum Raab 30-mal so viel Strom, wie das geplante Umspannwerk in Raab entnehmen kann. Wenn man einen Schwachsinn auch über Jahre in Zeitungen verbreiten lässt, so wird er dennoch nicht richtiger!

Seit Jahren liegt vielmehr ein fertiges Konzept der TU Graz allen Entscheidungsträgern im Land vor, wonach mit 30-kV-Erdkabeln die Versorgungssicherheit auf ca. 40 Jahre gesichert ist. Dabei kann der Stromverbrauch sogar um drei Prozent pro Jahr steigen!

Also bitte liebe Interessensvertreter: Klemmt euch endlich dahinter, dass diese 30- kV-Erdkabellösung realisiert wird. Und erspart uns allen, vor allem den betroffenen Bürgern schwachsinnige Medienbeiträge, in denen ihr so tut, als wüsstet ihr nichts von der Erdkabellösung. Handelt einfach einmal so, wie das jüngste Gutachten vorschlägt und womit auch die Betroffenen Bürger nicht die geringsten Probleme haben. Oder soll das Jammern nur davon ablenken, dass man schon einfach wegen Arbeitskräftemangel keine großen Betriebe in das Gebiet locken kann?

Johann Zahlberger

110-kV-Schutzgemeinschaft

http://www.nachrichten.at/nachrichten/meinung/leserbriefe/art11086,513627

 

 

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