Diskussion am 13. Juni in Taiskirchen

2012-06-21 20:39 von Schutzgemeinschaft

Frisch aussa wias drin is, net kriacha am Bauch...

„Man muss informieren und diskutieren, bevor Entscheidungen gefällt werden“ war dabei eine wesentliche Aussage. Manche Bürgermeister von betroffenen Gemeinden, sowie die EAG haben sich der Diskussion jedoch nicht gestellt. Bürgermeister Majer aus Peterskirchen kam und stellte sich voll und ganz hinter die Ziele der SG. Ebenso war Bgm. Weirathmüller anwesend, der ebenfalls zusagte, er werde hinter dem Gemeinderatsbeschluss stehen, der am 28. Juni von Taiskirchen fixiert wird.

Geredet  diskutiert wurde für viele schon genug, und die Lösungen liegen seit Jahren auf dem Tisch – wurden aber zum Leidwesen  der betroffenen Bevölkerung  bis dato nicht umgesetzt. Dies tut der Netzmonopolist nicht und hat so die Bürgermeister dazu getrieben, eine Resolution zu verabschieden. Dadurch wurde eine Arbeitsgruppe von LR Anschober initiiert, die nun 4 Arbeitssitzungen absolviert hat. Als einer von 9 Personenn durfte auch ein Vertreter der Schutzgemeinschaft teilehmen. Die EAG jedoch beharrt von Beginn an stur auf einer Freileitung.

Die Schutzgemeinschaft hat in der 4. Sitzung die Unterschriften der betroffenen Grundeigentümer vorgelegt, die sich damit bereits nach 2008 zum 2. Mal bereit erklären, eine Verkabelung auf ihren Parzellen errichten zu lassen.

Der Gutachter Uni. Prof  Fickert von der TU Graz hat nun jedoch überraschend  seiner 2008 präsentierten Lösung widersprochen,  indem er darüber sagte, sie sei nicht „Stand der Technik.“ 2008 hat er den Raum Raab mit einem 30 kV Erdkabeldoppelsystem eine Versorgungssicherheit von 40 Jahren zugesagt, wobei  sogar 3% Stromverbrauchszunahme pro Jahr eingerechnet wurde.

Die Schutzgemeinschaft, die im Wesentlichen aus den betroffenen Grundeigentümern und Anrainern besteht, versteht diese Argumentation nicht, werden doch ständig 30 kV Erdkabel schnell und günstig ohne Probleme unter die Erde verlegt. Im Burgenland wird sogar – betreut vom gleichen Gutachter - über eine Strecke von 60 km ein 110 kV Kabel unter die Erde verlegt. In Dänemark ist dies ohne Diskussion selbstverständlich. Und in der Schweiz gibt es ein OHGH Urteil, wo mittlerweile Verkabelung  bevorzugt werden muss, weil sie auf lange Sicht im Betrieb günstiger ist.

Da die 4 Sitzungen der von LR Anschober einberufenen Arbeitsgruppe abgeschlossen sind, warten viele gespannt, auf wessen Seite sich die restlichen regionalen Bürgermeister der vom Leitungsbau betroffenen Gemeinden stellen und welche Schritte LR Anschober setzt. Derzeit sieht es aus als würden sie den billigsten Wunsch der EAG unterstützen, sonst würden sie sich mit den Leuten reden trauen!

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