Ziele

Was wollen wir?

Jammern, weil nichts weitergeht, oder Lösungen finden?

Wir brauchen nicht darüber diskutieren, ob wir Strom brauchen!

Wir brauchen nicht darüber disktutieren, ob die Stromversorgung ausreichend für Entwicklung in der Region sein soll!

Denn wir sind in dieser Region daheim, und wissen aus dem täglichen Leben, was und wie es hier läuft!

Wir wollen nicht mehr diskutieren, sondern umsetzbare LÖSUNGEN.

Mit der betroffenen Bevölkerung und für die Region!

 

Wir sind für die Zukunft

In tausenden von Stunden haben wir versucht, einen konstruktiven Beitrag für eine zukunftsorientierte Stromversorgung in unserem Raum zu leisten.

Das Transitgeschäft mit Strom ist vielleicht für Aktionäre luktrativ, aber für die betroffene Bevölkerung ist die geplante 2x 110 kV Leitung weder intelligent, noch die optimale Lösung, wie es die ENERGIE AG für sich glaubt.

Diese 2x110 kV Transitleitung kann besonders dann von Interesse sein, wenn entweder das „befristete Naturschutzgebiet“ Rannatal in das projektierte Speicher KW Falkenstein mit einer 150 m hohen Staumauer umgewandelt wird; oder das tschechische und oberösterreichissche Stromnetz miteinander verbunden werden.

Die „Stromwäsche“ könnte dann z.B. so ablaufen: Wasser der Donau wird mit billigem Strom des AKW Temelin oder des einmal geplanten AKW Pleinting bei Passau in den Speicher des Kraftwerk Falkenstein gepumpt. „Sauberer“ Spitzenstrom mit Donauwasser kann dann teuer verkauft werden.

Durch die geplante Leitung entsteht kein einziger neuer dauerhafter Arbeitsplatz.

Zukunftsorientiert ist aber dezentrale Produktion, d.h. dort produzieren, wo Energie benötigt wird.
Die Wertschöpfung findet in Österreich statt. Arbeitsplätze entstehen und werden hier erhalten. Dies beweisen bereits Windkraftanlagen und Biogasanlagen.
So bleiben für die Landwirtschaft noch nicht absehbare Chancen mit erneuerbarer Energie erhalten. Der Landwirt als Energiewirt.

Daher können wir mit gutem Recht behaupten: Wir sind für die Zukunft!

Deshalb fordern wir:

  • Einstimmige Gemeinderatsbeschlüsse und Petitionen von Gemeinden an den OÖ. Landtag gegen die geplante 2x 110 KV Hochspannungsleitung stellen öffentliches Interesse dar und können nicht einfach im Vorprüfungsverfahren vom Tisch gewischt werden. = demokratiepolitisch bedenklich!

    Hier sollte der oberste Eigentümervertreter der ENERGIE AG auch auf seine Funktion als Agrarlandesrat bedacht nehmen. Wir werden genau beobachten, für wessen Interessen er sich einsetzt.
  • Die Umsetzung des Landesumweltprogrames (LUPO).
    Dieser ressortübergreifende ökologische Orientierungsrahmen für die Landespolitik (Okt.1995) muß für alle drei zielgruppenbezogenen Umsetzungaktivitäten verwirklicht werden: Bürger, Gemeinden und Unternehmen.
  • Wir fordern die Einhaltung des OÖ. Starkstromwegegesetzes (§ 7 Abs.1.) wonach „ bereits bestehende Leitungsanlagen ... zu nutzen sind.“


Der Kernsatz im Leitbid der EAG lautet: „Gesundes Wachstum im Einklang mit der Natur.“ Bereits in der Verhandlungsschrift wurde aber festgestellt (S. ..... ), dass die geplante Leitung „ ein massiver Eingriff in das Landschaftsbild und den Naturhaushalt darstellt.“

Wenn die EAG das eigene Leitbild so mit Füßen tritt, müssen wir das Motto umsetzen, dass anlässlich des neuen Logo der EAG im Design Center stand: „Emotionalisierung rationaler Einsichten“. Wir haben mehr als genug Einsichten, um emotional gegen dieses Projekt aufzutreten, das Betreiber von gefährlichen Atomkraftwerken belohnt. Wir werden dann emotional für eine menschen und umweltgerechte Lösung eintreten, die für die Zukunft dieser Region sinnvoll ist.

 

So sehen wir einer Enteignung gelassen entgegen. Denn:

 

  • Alle, die bei der kummunistischen Enteignung in der früheren DDR nicht unterschrieben haben, können nach der Wende ihr Eigentum zurückfordern. Möglicherweise gibt es auch in Energiepolitik einmal eine Wende
  • Die EAG verweigert eine Garantie für gesundheitliche Schäden, die in Zukunft festgestellt werden könnten, abzugeben. Mitglieder der Schutzgemeinschaft fordern bereits jetzt die Gründung eines Fonds für Krebskranke entlang der Leitung.
  • In Amerika zahlt die Tabakindustrie bereits Milliarden für verursachte Schäden. Unterschreibe ich: „Hiermit sind alle Ansprüche für die Zukunft abgegolten... .“, verwirke ich jede Chance auf Entschädigung z.B.: für Leukämie bei Kindern!?
  • Wer glaubt, er bekommt mehr Geld wenn er unterschreibt, dem ist weder geistig, noch finanziell zu helfen!


Es liegt in den Händen der Politik, noch weiter viel Energie (AG) und Zeit auf allen Seiten vergeuden zu lassen.
Von unserer Seite wurden immer wieder konstruktive Vorschläge und Kompromisse (z.B. Verkabelung) angeboten.

Es geht nicht darum, jemand zu einem Verlierer zu machen, sondern wir können es einfach nicht zulassen, dass auf diese Weise unser Lebensraum dauerhaft geschädigt wird.

Hoffentlich kann also die EAG die geplante 2x 110 kV Freileitung als einen Versuch ansehen, durch den man zu einer besseren Lösung gefunden hat.